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Posts Tagged ‘frühkindliche Epilepsie’

Wer Lust hat sich in Bezug auf Leos Epilepsie auf den neuesten Stand zu bringen, kann gern hier mal gucken.

Hier im Blog schreib ich darüber nur mal nebenbei. Weil’s abgesehen von den Medikamenten-Dosen einfach keine Rolle in unserem Leben spielt. Toi toi toi.

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Waaah! Auch das noch.

Beidseitige Paukenergüsse beim Babyjungen.

Wir haben da sowas geahnt und den letzten Ausschlag zur HNO-Untersuchung hat mir mein Hausarzt gegeben. Bei dem war ich -eigentlich für mich- aber das Gespräch drehte sich hauptsächlich um den Knirps. Dem Doktor war nämlich aufgefallen, dass Leo keine Miene verzogen hatte, als er relativ lautstark den Raum betrat. Lächelte zwar nett, aber auf die zuschlagende Tür folgte nicht mal ein Wimpernzucken.

Ich habe das hier bisher leider noch nicht allzu breit getreten, aber nun ist es doppelt an der Zeit:

Ich bin babySignal-Kursleiterin. Das bedeutet, dass ich Eltern mit Babys zeige, wie man Gebärden ganz toll in den Alltag integrieren kann. „Babyzeichen“ oder „Babygebärden“ werden sie auch genannt. Warum? Die beste Antwort ist eigentlich immer „Warum nicht!“, aber obwohl diese Kursart schon seit einem Jahrzehnt in Deutschland angeboten wird, ist sie zu oft noch unbekannt und wird fälschlicherweise in den gebrandmarkten Frühförderungstopf geschmissen.

Dabei wollen doch Eltern vor allem eins: Ihr Baby verstehen! Und Babys wollen sich verständlich machen. Dabei helfen Gebärden und unterstützen ganz nebenher noch die Sprechfreude.

Mit Anton habe ich als Mutter den Kurs besucht, seit ein paar Jahren bin ich selbst Kursleiterin. Zur Zeit habe ich keine Kurse am laufen, ich pausiere wegen Leo. Eigentlich hätte ich schon wieder loslegen wollen, ich hätte aber auch nicht gedacht, überhaupt und dann noch „so lange“ zu stillen. Kommt also noch nicht in Frage zur Zeit, ist aber wieder sehr präsent in meinen Gedanken und Zukunftsplanungen.

Wir bieten Kurse für Kinder ab 6 Monaten an. Nicht, weil das so sein muss, sondern weil die Nachfrage besteht. Wir weisen Eltern aber immer darauf hin, dass es eventuell eines etwas längeren Atems bedarf, wenn man so früh schon beginnt, da die Kinder in der Regel erst etwas später beginnen, zurückzugebärden. Für die eigene Übung und dafür, dass man sich erstmal an die Ungewohntheit der Gebärden gewöhnt, lohnt es sich aber allemal.

Ich habe ja einen langen Atem und gebärde quasi ab Tag 1 mit Leo. Und zwar querbeet! Er betrachtet meine Hände dabei sehr aufmerksam und freut sich schon sehr lange über die Gebärde „Milch“, die ich an Stelle von „stillen“ benutze, weil mir die passende Gebärde nicht gefällt.  Ich bilde mir ein, dass er dieses Zeichen schon sehr früh verstanden hat, weil aufkeimende Unruhe damit sofort in Vorfreude verwandelt wurde. Ebenso verwende ich die Gebärden für essen, trinken, nochmal, baden, warte, Musik, tanzen, Mama, Papa, Anton (selbstentworfenes Zeichen), fertig, laut, Vogelgezwitscher (die stündliche Vogelgezwitscher-Uhr lässt grüßen…), Hallo und Jubel. Und aufgrund seiner Erkrankung habe ich mir ein Zeichen für die Medizin ausgedacht, die immer mit Einwegkanülen in seinen Mundgespritz wird. Dazu bewege ich Daumen, Zeige- und Mittelfinger so, als würde ich damit die Medizin in meinem Mund spritzen.

Heute waren wir also beim HNO-Arzt. Beidseigter Paukenerguss bedeutet: Da ist Flüssigkeit hinter seinen Trommelfellen und er hört so, als wäre er unter Wasser. Er hört aber! Das ist schonmal beruhigend und hätte mich ansonsten auch stark gewundert. Erster Versuch, die Ohren frei zu kriegen: Zweimal eine Woche dreimal täglich Nasentropfen, dazwischen eine Woche frei. Dann sehen wir weiter.

Gebärden machen aber ab sofort noch extrem viel mehr Sinn!
Gerade jetzt mit 7 Monaten beginnt es verstärkt, dass Laute für Leo zu Worten und Worte mit Dingen in Verbindung gebracht werden. Ich lege super viel Wert darauf, dass eine Sprachentwicklung nicht beeinträchtigt wird und da es sein kann, dass die Paukenergüsse nicht von allein verschwinden, sondern evtl. Röhrchen in die Trommelfelle gesetzt werden müssen, möchte ich das, was er leise hört, verstärken. Denn der nächste Termin beim HNO ist erst im Januar und die Röhrchengeschichte wäre wohl erst um sein 1. Lebensjahr herum aktuell. Das dauert mir zu lang. In der Zeit tut sich so viel!

Klar holen Kinder diese sprachlichen Einschränkungen nach den Röhrchen-OPs meist enorm schnell auf. Aber die Gebärden geben ihm schon viel früher die Möglichkeit mit uns zu sprechen.

Ich werde euch ab jetzt mehr zum Thema Babygebärden berichten. Vielleicht gibt’s dazu auch bald schon Bilder.

Wenn ihr interessiert an dem Thema seid, schaut euch doch mal den Blog von babySignal an, da ist im 10. Jubiläumsjahr super viel los!

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